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Wissenswertes 2018-05-03T17:46:17+00:00

Die Sache mit der Trägheit

Der Siegeszug der Fußbodenheizung hat bereits in den 70er Jahren begonnen. Der Aufbau der Systeme hat sich seitdem kaum verändert: Wärmedämmung, Heizrohre, Estrichbeton. Neben den Vorteilen sind die Nachteile weitgehend bestehen geblieben: Aufbauhöhe, Gewicht, Feuchtigkeit und – am deutlichsten spürbar für jeden Kunden – die Trägheit. Die falsche Anordnung der thermischen Masse über dem Heizrohr bedingt, dass das Auf- und Abheizen mehrere Stunden/ Tage dauern kann. Dadurch wird die Nutzung der Einsparpotenziale in den Heizübergangsperioden verhindert. Solche Aufbauten sind daher nicht mehr zeitgemäß.

Lithotherm: Alles andere als träge

Mit Lithotherm hingegen heizen Sie nur dann, wenn Heizen nötig ist. Die direkt unter dem Bodenbelag verlaufenden Heizrohre geben die Wärme unmittelbar an den Raum ab, ohne lange Wartezeiten. Durch die Umkehrung des Systems wird nicht nur die Trägheit maximal minimiert, sondern die thermische Masse ist dadurch auch so ideal angeordnet, dass sie nur dann zum Einsatz kommt, wenn sie in der Haupt-Heizperiode benötigt wird. Durch diese Optimierung profitiert der Kunde von der schnellen und gezielten Regulierbarkeit, die zur Nutzung der Einsparpotenziale notwendig ist. Der stetigen Verbesserung der Gebäudehüllen (Luftdichtheit und Wärmedämmung) wird so Rechnung getragen.

Lithotherm macht den Unterschied

Holzleiste

Heizlast. Was ist das?

Die Heizlast gibt den Wärmeverlust eines Gebäudes an, der infolge eines Temperaturunterschiedes zur Umwelt entsteht. Folgende Faktoren tragen zum Wärmeverlust bei: Lüftung / Dach / Wand / Grund / Fenster & Türen. Um diese Verluste auszugleichen muss dem Gebäude Energie zugeführt werden. Diese Energie ist die notwendige Leistung, die zur Verfügung stehen muss, um die gewünschte Raumtemperatur in den jeweiligen Räumen zu halten. Berechnet wird die Heizlast für eine bestimmte Norm- Außentemperatur und eine vereinbarte Norm-Innentemperatur.

Wärmeverlust in %

Energieverbrauch

Einfach erklärt: Wissenswerte Fachbegriffe und was dahinter steckt.

ist die tiefste Temperatur einer Kälteperiode, welche sich 10 Mal innerhalb von 20 Jahren über einen Zeitraum von mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen gehalten haben muss. Während dieser Außentemperatur muss der Wärmeerzeuger eines Gebäudes in der Lage sein, das Gebäude auf eine vereinbarte Norm-Innentemperatur von beispielsweise 20 °C (Wohnräume) zu erwärmen. Die Norm-Außen- und Innentemperaturen sind für Deutschland in der DIN EN 12831 hinterlegt. Die Innentemperaturen können aber auf Kundenwunsch hin angepasst werden.

Die Norm- Heizlast wird für das gesamte Gebäude zur Dimensionierung des Wärmeerzeugers und raumweise zur Dimensionierung der Heizflächen bestimmt. Die Heizlast wird raumweise berechnet und zur Gesamtheizlast des Gebäudes summiert. So ist es möglich, die Anzahl und Leistung der einzelnen Heizflächen zu bestimmen und anschließend den Wärmeerzeuger auszulegen.

In der Heizflächenauslegung wird sichergestellt, dass in jedem Raum die notwendige Wärmemenge erzeugt wird. Dabei gibt es genaue Angaben, wieviel Meter Rohr Fußbodenheizung in jedem Raum verlegt wird und ob ein Wärmefehlbedarf vorliegt. Neben Raumgröße, Raumvolumen, Rauminnentemperatur und der Fläche gibt es noch zwei weitere Einfluss nehmende Faktoren: Der Bodenoberbelag und die Dämmung nach unten.

Entscheidend für die Eignung ist Dicke und Wärmeleitfähigkeit. Sie bestimmen den Wärmedurchlasswiderstand – je niedriger dieser ist, desto besser für die Kombination mit der Fußbodenheizung.

Der Wärmedurchlasswiderstand von 0,15 m²K/W sollte nicht überschritten werden. Je höher der Wärmedurchlasswiderstand, desto träger reagiert die Heizung. Außerdem mindert ein höherer Wärmedurchlasswiderstand die Effizienz der Heizung: ist er zu hoch, muss auch die Heizwassertemperatur erhöht werden. Damit steigt der Energieverbrauch.

Bodenbeläge mit hohem Wärmedurchlasswiderstand:
– Teppich (0,12 – 0,15)
– Parkett (0,10 – 0,15)
– Holzdielen (0,10 – 0,15)
– Laminat (ca. 0,044)

Bodenbeläge mit niedrigem Wärmedurchlasswiderstand:
– Fliesen (0,00 – 0,015)
– Naturstein (ca. 0,014)

Die Fußbodenheizung gibt großflächig bei geringer Vorlauftemperatur über den geeigneten Fußbodenbelag gleichmäßige Wärme ab und sorgt so für ein angenehmes Raumklima. Wenn die Fußbodenheizung ohne geeignete Dämmung verlegt wird, gibt sie die Wärme über ihre Heizschlangen wahllos ab – auch in den Keller.

Wird im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung eingebaut, muss die Geschossdecke zum Keller (nicht beheizter Raum) unbedingt isoliert werden. Ohne Dämmung wird der Keller mit geheizt. Bei angrenzenden, gleichbeheizten Räumen ist eine Dämmschicht nicht nötig.

Flächenstrahler sind der natürlichen Strahlungswärme am Nächsten. Heizkörper mit „Konvektionswärme“, erzeugen eine künstliche Wärme, die kühle Luft wird von unten durch die Laufrippen des Heizkörpers gezogen und dabei aufgeheizt. Die Wärme entweicht nach oben und heizt so den Raum auf. Die Luft wird jedoch in großem Maße ausgetrocknet und damit die Entstehung von Hausstaub und Milben gefördert.

Die Fußbodenheizung wurde früher mit Vorlauftemperaturen betrieben, die aus heutiger Sicht sehr hoch sind. Lebt man nun ständig auf einer „Kochplatte“, ist das nicht gesundheitsförderlich. Das ist mit LITHOTHERM Geschichte.

Hydraulischer Abgleich: Schluß mit Energieverschwendung, gleichmäßig warme Räume.

Der hydraulische Abgleich gewährleistet den optimalen Betrieb der Heizung. Das heißt: jeder Heizkreis wird auf einen bestimmten Durchfluss eingestellt. So wird bei einer bestimmten Vorlauftemperatur jeder Raum genau mit der nötigen Wärmemenge versorgt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.

Hydraulischer Abgleich
Blätter

Für Bauherren und Fachleute ein großes Thema: Nachhaltigkeit

Private Bauherren stellten in der Vergangenheit häufig nur eine Frage: „Was können wir uns leisten?“ Dabei war es nicht vorrangig entscheidend, welche Materialien am Bau verwendet wurden, sondern ob sie kostengünstig und schnell verfügbar waren. Die Frage nach dem Preis stellt sich heute immer noch, aber auch:

  • Welche Qualität steckt dahinter?

  • Woher kommt das Material?

  • Ist der Herstellungsprozess umweltverträglich?

  • Welche Lebensdauer des Materials ist zu erwarten?

  • Ist das Material recycelbar?

  • Wie steht es um die Beeinflussung der menschlichen Gesundheit?

  • Welche thermischen, akustischen und visuellen Eigenschaften hat der Bau?

  • Bieten die Wohnräume flexible Nutzungsmöglichkeiten?

Fachleute berücksichtigen bei der Bewertung der Nachhaltigkeit einer Immobilie alle Lebenszyklusphasen: Von der Rohstoffgewinnung über den Bau bis hin zum Rückbau. Ziel ist immer, den Verbrauch von Energie und von Ressourcen gering zu halten. Folgende Faktoren sind beim nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen:

  • Senken des Energiebedarfs

  • Senken des Verbrauchs von Betriebsmitteln

  • Einsatz wiederverwertbarer Baustoffe und Bauteile

  • Vermeiden von Transportkosten (der eingesetzten Baustoffe und Bauteile)

  • Recyclingfähigkeit der verwendeten Materialien

  • Nachnutzungsmöglichkeiten

  • Schonung von Naturräumen

  • Flächensparendes Bauen