(trocken-) schüttung

der alleskönner

Schüttung – Wozu?

Unebenenheiten, unterschiedliche Höhen oder auch Rohre und Leitungen müssen beim Bodenaufbau ausgeglichen bzw. verdeckt werden. Eine Schüttung hilft hier schnell und einfach weiter. 

Arten von Schüttung

Schüttungen unterscheiden sich in gebundene Schüttungen, in Form gefasste Schüttungen und lose Schüttungen.

Die gebundene Schüttung kommt als loses Produkt daher. Auf der Baustelle wird das entsprechende Bindemittel beigemischt. Anschließend wird die Masse auf dem Rohfußboden aufgebracht. Mit Hilfe einer Estrichabziehlehre muss die Schüttung planeben abgezogen werden. Die Schüttung ist nach einer gewissen Trocknungszeit begehbar. Die Dauer der Trocknung findet sich in den Herstellerangaben.

Für in Form gefasste Schüttungen werden in aller Regel Sandmatten oder Pappwaben verwendet. Diese werden auf dem Rohfußboden ausgelegt und im Anschluss mit der eigentlichen Schüttung verfüllt. Ein Nachverdichten ist nicht nötig.

Lose Schüttungen werden, wie der Name schon vermuten lässt, lose eingebracht. D.h., sie werden nicht, wie gebundene Schüttungen, mit einem Bindemittel angerührt, oder in Waben verfüllt, sondern schlicht auf den Boden geschüttet. Mit Hilfe einer Abziehlehre wird die Schüttung auf der gewünschten Höhe planeben abgezogen.

Wichtig ist hier: Die Verwendung loser Schüttungen zum Ausgleich von Rohren auf der Rohdecke und Rohren und Dämmplatte ist (gemäß DIN 18560-2 Estriche im Bauwesen – Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten) heute nicht mehr zulässig. Kabel und Rohre müssen eingeschlossen sein. Ausgleichsschichten sind nur dann zulässig, wenn sie eine gebundene Form aufweisen. D.h. sie müssen ausreichend druckfest sein und dürfen unter Belastung nicht wandern.

Was also tun, wenn das favorisierte Mittel eine lose Schüttung ist, die DIN aber im Wege steht? Hier schaffen Produkte von LITHOWOOD Abhilfe, die aufgrund ihrer Eigenschaften als gebundene Schüttungen klassifiziert sind. Sie zeichnen sich durch eine extrem hohe Lagestabilität aus. Sie sind nach dem Abziehen sofort belast- und belegbar. Ein Setzungsverhalten wie es von herkömmlichen losen Trockenschüttungen bekannt ist, gibt es nicht.

Aufgaben der Schüttung

Damit der Trockenestrich verlegt werden kann wird ein planebener und druckfester Untergrund benötigt. Besonders wichtig ist eine gründliche Vorbereitung, wenn:

der Boden Unebenheiten aufweist

Unebener Rohfussboden welcher mit Schüttung ausgeglichen wird

Rohrleitungen darüber verlaufen

Rohrführungen auf Rohfussboden, wird mit Schüttung überdeckt

Höhen angeglichen werden müssen

Höhenversatz zwischen zwei Räumen wird mit Schüttung angeglichen

Balkenlagen verfüllt werden müssen

Schüttung zum verfüllen von Balkenlagen

Andernfalls gibt der Boden unter Belastung nach und es kommt zu Beschädigungen am Oberbelag.

Um Unebenheiten auszugleichen, bietet der Markt zahlreiche Möglichkeiten:
Von der selbstnivellierenden Ausgleichsmasse (kostspielig), über Estrich und Schnellestrich (Trocknungszeiten) bis hin zu Schüttungen.

Eine (Trocken-)Schüttung punktet gegenüber anderen Produkten durch viele Vorteile, die im Folgenden genauer unter die Lupe kommen. Soviel vorab: Die Verarbeitung ist denkbar einfach – Einbringen, abziehen, fertig. Das macht die Nutzung sehr attraktiv sowohl für ambitionierte DIYler als auch für gewerbliche Verarbeiter.

Vorteile von Schüttungen

Einfache & schnelle Verarbeitung

Schüttungen dienen dazu, sowohl kleine Unebenheiten, als auch unterschiedliche Höhen auszugleichen. Je nach Körnung kann die Schüttung nahezu auf Null abgezogen werden. Dadurch können unter anderem minimale Unebenheiten, wie sie bspw. auf Betonbodenplatten vorkommen, ausgeglichen werden. 

Mit Hilfe von gebundenen Schüttungen lassen sich Höhenausgleiche teilweise von bis zu 200 mm realisieren. 

Die LITHOWOOD Produkte sind als gebundene Schüttungen klassifiziert. Sie werden eingebracht ohne Nachverdichten. Diese trockene, schnelle und unkomplizierte Verarbeitungsweise bietet eine gute Alternative zu herkömmlichen Schüttungen.

Wärme- und Trittschalldämmung

Neben dem Ausgleich von Unebenheiten und dem Höhenausgleich tragen Schüttungen auch zur Wärmedämmung und dem Trittschallschutz bei. 

Je nach Material liegt die Wärmeleitfähigkeit zwischen 0,05 W/ (m²K) und 0,12 W/ (m²K). Schüttungen können den Trittschall um bis zu 34 dB mindern. Durch die hohe Dämmdicke wird auch der Raumschall entsprechend gedämpft. 

INFO: Je höher das Gewicht, desto höher ist auch die Schalldämpfung.

Verarbeitung von Schüttung

Der erste Schritt ist für einen erfolgreichen Bodenaufbau unerlässlich: Die Herstellung eines sauberen, tragfähigen und trockenen Untergrundes. Dieser muss mit einem Rieselschutz oder einer Dampfsperre abgedichtet werden. Danach wird ein Randdämmstreifen ringsum ab Oberkante Rohfußboden bis Oberkante Bodenbelag an der Wand befestigt.

Meterriss an Wand
Einbringen der Schüttung in einen Raum
Schüttung abziehen

Idealerweise wird der vom Architekten oder Bauherrn im Vorfeld festgelegte Meterriss mit einer Schlauchwaage oder einem Rotationslaser auf die entsprechenden Wände übertragen. Der Meterriss befindet sich einen Meter über dem Fertigfußboden (OFF).

Im Anschluss wird die Schüttung auf die benötigte Höhe eingebracht. Bei einigen Trockenschüttungen kommt es beim Einbringen zu unangenehmer Staubentwicklung. Daher der Hinweis: Den Sack beim Ausschütten möglichst niedrig zu halten vermindert diese Staubentwicklung.

Mit Hilfe von Lehren und eines Richtscheids wird die Schüttung dann planeben abgezogen.

Im Anschluss ist die Schüttung, je nach Herstellervorgabe, zu verdichten.

Der erste Schritt hin zu einem stabilen und tragfähigen Boden ist geschafft. Als Nächstes folgt die lastverteilende Schicht. Lesen Sie im zweiten Teil, welche Möglichkeiten es hier gibt.

Materialliste

  • Trockenschüttung (+ etwaige Zusatzprodukte wie Bindemittel, Sandmatten oder Pappwaben u.a.)
  • Estrich Abziehlehre
  • Richtscheid
  • Schlauchwaage oder Rotationslaser
  • Randdämmstreifen
  • Rieselschutz oder Dampfsperre

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