Wissen, Planung und Service rund um die Lithotherm-Systeme
Von der ersten Planung bis zur erfolgreichen Umsetzung – wir unterstützen Sie mit Know-how, technischen Informationen und persönlicher Beratung.
Im Servicebereich finden Sie alle wichtigen Informationen rund um die Lithotherm-Systeme. Ob technische Unterlagen, Ausschreibungstexte, Planungshilfen, häufige Fragen oder individuelle Beratung – hier erhalten Sie schnell die passenden Informationen für Ihr Bauprojekt.
Gut begleitet – von der Anfrage bis zur Umsetzung
Jedes Bauprojekt stellt andere Anforderungen an Aufbauhöhe, Schallschutz, Wärmeleistung und Bodenbelag. Deshalb unterstützen wir Sie bei der Auswahl, Planung und fachgerechten Umsetzung des passenden Lithotherm Systems.
- Projekt und Anforderungen klären
Wir betrachten die baulichen Gegebenheiten und die Anforderungen Ihres Projekts.
- Passendes System auswählen
Gemeinsam entwickeln wir eine geeignete Lösung für Bodenaufbau, Heizung und Bodenbelag.
- Ausführung vorbereiten
Wir unterstützen bei Planung, Mengenermittlung und Abstimmung der beteiligten Gewerke.
- Umsetzung begleiten
Von der Lieferung bis zur Verarbeitung stehen wir Ihnen fachlich zur Seite.

Technisches Wissen, einfach erklärt
Wie schnell reagiert eine Fußbodenheizung? Was bedeutet Heizlast? Und welche Bodenbeläge eignen sich? Hier erklären wir wichtige Begriffe und Zusammenhänge rund um Flächenheizung, Bodenaufbau und Wärmeübertragung – verständlich und praxisnah.
Schnell reagieren statt lange warten
Bei klassischen Fußbodenheizungen im Nassestrich liegt eine große thermische Masse über den Heizrohren. Bevor die Wärme an der Bodenoberfläche und im Raum ankommt, muss zunächst der Estrich erwärmt werden. Auch das Abkühlen erfolgt entsprechend verzögert.
Beim Lithotherm-System verlaufen die Heizrohre direkt unterhalb des Bodenbelags. Dadurch wird die Wärme schneller an die Oberfläche übertragen und die Raumtemperatur lässt sich bedarfsgerechter regulieren.
Kurze Reaktionszeiten ermöglichen es, nur dann zu heizen, wenn tatsächlich Wärme benötigt wird. Das ist besonders bei modernen, gut gedämmten Gebäuden und in den Übergangszeiten von Vorteil. Die bisherige Lithotherm-Grafik zeigt vor allem den unterschiedlichen Temperaturverlauf und damit das Reaktionsverhalten der Systeme.
Heizlast – wie viel Wärme benötigt ein Gebäude?
Die Heizlast beschreibt, welche Wärmeleistung erforderlich ist, um die gewünschte Raumtemperatur auch bei niedrigen Außentemperaturen zu halten. Dabei werden unter anderem Wärmeverluste über Dach, Außenwände, Fenster, Türen, Boden und Lüftung berücksichtigt.
Die Heizlast wird sowohl für das gesamte Gebäude als auch für die einzelnen Räume ermittelt. Sie bildet die Grundlage für die Dimensionierung des Wärmeerzeugers und die Auslegung der Heizflächen.
Heizungsplanung und Fachbegriffe
Was ist die Norm-Außentemperatur?
Die Norm-Außentemperatur ist eine rechnerisch festgelegte niedrige Außentemperatur für einen bestimmten Standort. Sie wird verwendet, um zu bestimmen, welche Wärmeleistung ein Gebäude an besonders kalten Tagen benötigt.
Gemeinsam mit der gewünschten Raumtemperatur bildet sie eine wichtige Grundlage für die Berechnung der Heizlast.
Was bedeutet Norm-Heizlast?
Die Norm-Heizlast beschreibt die Wärmeleistung, die notwendig ist, um ein Gebäude unter festgelegten Bedingungen auf der gewünschten Temperatur zu halten.
Sie wird zunächst für die einzelnen Räume berechnet und anschließend zur Heizlast des gesamten Gebäudes zusammengeführt. Dadurch können sowohl die Heizflächen als auch der Wärmeerzeuger passend dimensioniert werden.
Was passiert bei der Heizflächenauslegung?
Bei der Heizflächenauslegung wird geprüft, wie viel Heizleistung in jedem Raum benötigt wird und wie die Fußbodenheizung dafür ausgelegt werden muss.
Berücksichtigt werden unter anderem:
- Raumgröße und Raumvolumen,
- gewünschte Raumtemperatur,
- verfügbare Heizfläche,
- verwendeter Bodenbelag,
- Wärmedämmung nach unten.
So lässt sich festlegen, welche Rohrlängen und Heizkreise für die jeweiligen Räume erforderlich sind.
Was bewirkt der hydraulische Abgleich?
Beim hydraulischen Abgleich werden die einzelnen Heizkreise so eingestellt, dass jeder Raum genau die benötigte Wärmemenge erhält.
Ohne eine korrekte Abstimmung kann es passieren, dass einige Bereiche zu stark durchströmt werden, während andere nicht ausreichend warm werden. Ein hydraulisch abgeglichenes System sorgt für gleichmäßige Raumtemperaturen und einen bedarfsgerechten Betrieb der Heizungsanlage.
Was bei Bodenaufbau und Wärmeübertragung wichtig ist
Welche Bodenbeläge eignen sich für eine Fußbodenheizung?
Entscheidend für die Eignung eines Bodenbelags sind seine Dicke und Wärmeleitfähigkeit. Gemeinsam bestimmen sie den Wärmedurchlasswiderstand. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser eignet sich der Bodenbelag für die Kombination mit einer Fußbodenheizung.
Der Wärmedurchlasswiderstand sollte 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Je höher der Wert ist, desto träger reagiert die Heizung. Gleichzeitig kann sich die Effizienz verringern: Ist der Wärmedurchlasswiderstand zu hoch, muss die Heizwassertemperatur angehoben werden. Dadurch steigt der Energieverbrauch.
Bodenbeläge mit höherem Wärmedurchlasswiderstand:
- Teppich: 0,12–0,15 m²K/W
- Parkett: 0,10–0,15 m²K/W
- Holzdielen: 0,10–0,15 m²K/W
- Laminat: ca. 0,044 m²K/W
Bodenbeläge mit niedrigem Wärmedurchlasswiderstand:
- Fliesen: 0,00–0,015 m²K/W
- Naturstein: ca. 0,014 m²K/W
Merksatz:
Je niedriger der Wärmedurchlasswiderstand, desto schneller und effizienter kann die Wärme an den Raum abgegeben werden.
Warum ist die Dämmung nach unten wichtig?
Eine Fußbodenheizung soll ihre Wärme möglichst gezielt an den darüberliegenden Raum abgeben. Fehlt eine geeignete Dämmung unterhalb des Heizsystems, kann ein Teil der Wärme in angrenzende, unbeheizte Bereiche abfließen.
Besonders über einem unbeheizten Keller oder über dem Erdreich muss die Dämmung deshalb im Rahmen der Planung berücksichtigt werden. Zwischen Räumen mit ähnlichen Temperaturen können andere Anforderungen gelten.
Was unterscheidet Flächenstrahlung und Konvektionswärme?
Eine Fußbodenheizung gibt ihre Wärme über eine große Fläche an den Raum ab. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Wärmeverteilung bei vergleichsweise niedrigen Systemtemperaturen.
Klassische Heizkörper erwärmen dagegen stärker die vorbeiströmende Raumluft. Diese steigt nach oben und setzt eine Luftbewegung im Raum in Gang.
Flächenheizungen schaffen eine gleichmäßige, als angenehm empfundene Wärmeverteilung im Raum.
Ist eine Fußbodenheizung bei Venenproblemen geeignet?
Moderne Fußbodenheizungen arbeiten mit deutlich niedrigeren Oberflächentemperaturen als ältere Systeme. Entscheidend sind eine fachgerechte Planung, eine passende Regelung und die Vermeidung dauerhaft zu hoher Bodentemperaturen.
Menschen mit bestehenden Venen- oder Kreislauferkrankungen sollten individuelle gesundheitliche Fragen grundsätzlich ärztlich klären lassen.
Sie haben Fragen oder planen ein Projekt mit Lithotherm?
Ob Systemauswahl, Bodenaufbau oder technische Planung – wir unterstützen Sie dabei, die passende Lösung für Ihr Projekt zu finden. Sprechen Sie mit uns über die Anforderungen Ihres Bauvorhabens.





